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als ich meine Familie das erste Mal sah, war ich geschätzte 6 Monate alt und im Tierheim. Sie kamen mich eines Tages besuchen und irgendwie war ich die richtige Mischung aus groß + kurz-haarig+schwarz (Herrchens Wunsch), nicht ganz so groß, aber dafür ein bisschen wuschelig (Frauchens Wunsch) und egal, Hauptsache Hund (so sagten die Kinder). Als sie mich mitnahmen, hatten sie hohe Erwartungen und freuten sich auf eine tolle Zeit mit einem netten, familienfreundlichen Hund. Leider war ich dort der erste Hund überhaupt nach einer Reihe von Katzen und meine Familie war überrascht, wie wenig ich an ihr interessiert war. Viel mehr interessierten mich Vögel, andere Hunde, Eichhörnchen, ja, auch Rehe. Diese Leidenschaften konnte ich dann auch so richtig ausleben, weil mein Frauchen gaaanz erfahrene Hundeleute kennenlernte, die ihr den Rat gaben, mich einfach abzuleinen und die Welt entdecken zu lassen (Lass ihn mal, der kommt schon wieder, das ist normal). Ich kam auch immer irgendwann wieder und als mein Frauchen dann leider genug hatte von meinen Eskapaden, musste ich in die Hundeschule gehen und „Fuß“ üben. Das haben wir 1 Jahr lang gemacht und ich hab gelernt, dass ich in der Hundeschule aufpassen muss und das klappte wunderbar….bis wir dann wieder draussen im Wald waren….ich hab Frauchen einfach stehen lassen und bin wieder losgezischt. Inzwischen bin ich fast 5 Jahre alt und bin ein Hund geworden, der sehr an seiner Familie hängt und so gut wie immer auf seine Leute hört. Meinen Jagdtrieb hab ich zwar immer noch, aber da mein Frauchen mittlerweile Hundeprofi ist und wir oft Anti-Jagd-Training, Beutesuchspiele und Hundepfeife? – ich komme! üben, vergesse ich den Jagdtrieb meist, weil ich zu beschäftigt bin. Euer Willy |
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